Alternative Heilmethode Schröpfen

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Arthrose im Knie oder Daumensattelgelenk, Nacken- und Rückenschmerzen – Schröpfen, auch Cupping genannt, hilft auf natürliche und vielfältige Weise. Dieses sehr alte Heilverfahren kommt heute wieder verstärkt in Praxen und Kliniken zum Einsatz.

Sie sehen aus wie kleine Glocken, sind meist aus Glas, mal ohne, mal mit kleinem Gummiballon über sich. Die Rede ist von Schröpfgläsern. In größerer Zahl beispielsweise auf dem Rücken aufgesetzt, sieht das Ganze fast aus wie ein Krake, der sich auf der Haut festsaugt. Und ein wenig ist das auch so, nur viel hygienischer und gezielter. Schröpfen will gekonnt sein. Nicht nur Heilpraktiker und Physiotherapeuten schwören auf diese Form der Behandlung, auch Kliniken wie das Immanuel Krankenhaus in Berlin mit seiner Abteilung für Naturheilkunde praktizieren dieses Verfahren. Chefarzt Prof. Dr. Andreas Michalsen setzt Schröpfen vor allem in der Behandlung von Schmerzerkrankungen ein, unter anderem bei Arthrosen im Knie oder Daumensattelgelenk, beim Tennisellbogen und beim Karpaltunnelsyndrom. Hinzu kommen Erkrankungen der Atemwege (Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündung) und Schwächezustände (zum Beispiel niedriger Blutdruck).

Auch funktionelle Beschwerden der inneren Organe können verringert werden, sind Therapeuten überzeugt. Das gehe über die Reflexzonen und -bahnen der Haut. Jede Hautzone sei einem bestimmten Organ zugeordnet; werde nun ein Reiz gesetzt, stimuliere dieser die Selbstheilungskräfte. Ganz wichtig sei es aber, ernsthafte Beschwerden im Vorfeld immer mit dem Arzt abzuklären.

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