Je mehr sich die Sonne heraustraut, desto größer werden die Sorgenfalten der Landwirte, die Obst, Gemüse oder andere Sonderkulturen anbauen. Nachdem sie schon in den Vorjahren um jede Arbeitskraft ringen mussten, dürfte sich nach ersten Reaktionen aus der Praxis die Situation in diesem Jahr angesichts der Reisebeschränkungen in vielen Herkunftsländern aufgrund der Corona-Pandemie noch verschärfen. Dr. Willi Kremer-Schillings, besser bekannt als Bauer Willi, schlägt Abhilfe unter dem Motto „Grüne Hände“ vor. In seinem Internet-Blog regt er an, dass Schüler oder Studenten, deren Bildungseinrichtungen nun geschlossen sind, die Arbeit übernehmen, und ruft auch andere Interessenten auf, bei Bauern nachzufragen, ob diese Hilfe brauchen.
Währenddessen stellt Agrarministerin Julia Klöckner Überlegungen an, ersatzweise Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu rekrutieren, die in ihren Branchen um ihre Anstellung bangen. Hierbei denkt sie wohl vor allem an Arbeitskräfte aus der Gastronomie. Inwieweit Saisontätigkeiten auf den Bauernhöfen diesem Personenkreis überhaupt schmackhaft gemacht werden können, dürfte nicht nur davon abhängen, ob die Agentur für Arbeit Unterstützungen für ein ausreichend attraktives Lohnniveau gewährt. ds