Liebe Leserinnen, liebe Leser,
unser Land und damit die Bundesregierung hat augenblicklich gewiss viele Probleme – an erster Stelle die Flüchtlingsproblematik, bei der der Kanzlerin der Wind kräftig ins Gesicht bläst. Die Probleme auf den Höfen scheinen angesichts dieser Herkulesaufgabe schlichtweg unterzugehen. Denn die Regierung hat abgesehen von Darlehenszuschüssen und Entlastungen bei der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft keine Antwort auf die Agrarkrise gefunden. Natürlich ist man gut beraten, die bisherige Unterstützung nicht abzuwerten. Aber auch Bundesminister Christian Schmidt dürfte wissen, dass es sich dabei um nicht mehr als einen Tropfen auf den heißen Stein handelt. In Düsseldorf hat man zwar „die Zeichen der Zeit erkannt“ und schmiedet mit anderen grünen Entscheidungsträgern in Bund und Ländern Notfallpläne, droht aber direkt (Landesnaturschutzgesetz etc.) oder indirekt (Einfluss des Bundesrates auf die Düngeverordnung) die Situation in unseren Betrieben zu verschärfen. Kommt Hilfe aus Brüssel? Mehr als 20 Mitgliedsstaaten haben ein Sammelsurium an Vorschlägen eingereicht, wie der aktuellen Krise begegnet werden könnte (siehe Bericht S. 8). Bei den verschiedenen Optionen für eine zusätzliche Förderung betroffener Erzeuger beziehungsweise für Markteingriffe gehen aber die Meinungen, was tatsächlich sinnvoll ist, teilweise weit auseinander. Notwendig sind aber Lösungen, die den arg gebeutelten Bauernfamilien wirklich wirksam unter die Arme greifen, meint
Ihre LZ-Redaktion
Stefan Sallen