Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist zum ersten Mal in einem Hausschweinebestand in Baden-Württemberg aufgetreten. Laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) am 26. Juni einen Befund des baden-württembergischen Landeslabors in der entsprechenden Probe bestätigt. Das FLI werde nun die zuständige Behörde bei der Untersuchung des Eintragswegs des Erregers in den Bestand vor Ort unterstützen. „Wir müssen aktuell davon ausgehen, dass der Eintrag durch menschliches Handeln verursacht wurde“, erklärte Peter Hauk, Minister des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) Baden- Württemberg.
Der betroffene Betrieb hat nach Angaben des BMEL zuletzt 35 Schweine in Freilandhaltung gehalten und befindet sich im Landkreis Emmendingen. Nachdem in dem Betrieb bereits mehrere Tiere verendet waren, wurden die übrigen Tiere am Mittwoch (25. Mai) durch das Landratsamt Emmendingen getötet, teilte das MLR Baden- Württemberg mit. Die Behörden würden um den betroffenen Betrieb nun umgehend eine Sperrzone mit einem Mindestradius von 3 km und eine sich daran nach außen anschließende Überwachungszone mit einem äußeren Radius von mindestens 10 km einrichten. In der Sperrzone sei das Verbringen von Schweinen in beziehungsweise aus den Betrieben verboten. „Da es sich um einen Seuchenausbruch bei Hausschweinen handelt, gibt es keine Beschränkungen für pflanzliche Produkte, wie beispielsweise Futtermittel, Stroh oder andere landwirtschaftliche Produkte wie Rindfleisch, Obst und Gemüse. Diese dürfen weiterhin verbracht werden“, erklärte Minister Hauk.
Er betonte, dass es nun auf das Monitoring ankomme, um abzuklären, ob es sich um lokales Geschehen im Betrieb handele und keine Wildschweine betroffen sein. Deshalb stehe die Etablierung einer regelmäßigen, planmäßigen Fallwildsuche nun im Fokus. „Um die Suche schnell und effizient zu gestalten, setzen wir Zweier-Teams bestehend aus zwei Personen und einem geeigneten Hund ein, die das eingerichtete Suchgebiet systematisch nach möglichen Kadavern absuchen“, erklärte der Minister.
Die ASP ist in Deutschland bisher bei Wild- und Hausschweine in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sowie bei Wildschweinen in Sachsen aufgetreten.
ASP bei Hausschweinen in Baden-Württemberg
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