ASP: Verdacht bestätigt

Der gestern (9. September 2020) bei einem Wildschweinkadaver im Landkreis Spree-Neiße im Land Brandenburg festgestellte Verdacht einer Infektion mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat sich bestätigt.

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Auch die drei vom nationalen Referenzlabor des Friedrich-Löffler-Instituts virologisch untersuchten Proben waren positiv. Das teilte heute (10. September 2020) Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit. Laut Prof. Thomas Mettenleiter, Präsident des Friedrich-Löffler-Instituts, sei die Verwesung des Kadavers schon sehr fortgeschritten gewesen. Jetzt käme es darauf an, sich rasch einen Überblick über das Seuchengeschehen zu verschaffen. Dabei geht es einerseits um das mögliche Verbreitungsgebiet und andererseits um die Identifizierung möglicher weiterer infizierter Tiere. Bezüglich möglicher Handelsbeschränkungen drückte Klöckner die Hoffnung aus, mit dem Konzept der Regionalisierung die Restriktionen gering halten zu können.

Maßnahmen, die das Land Brandenburg nun ergreifen würde, sind laut Klöckner: sich einen Überblick über die Ausbreitung der Seuche zu verschaffen, eine weitere Ausbreitung zu verhindern sowie Tierbestände vor einer Einschleppung zu schützen. Das Bundesministerium selbst will den zentralen Krisenstab Tierseuchen aktivieren, fortlaufend Kontakt mit der EU-Kommission halten, ebenso zur Weltorganisation für Tiergesundheit, das Thema Regionalisierung präsent halten. Auch sei bereits China informiert worden. Das Land ist derzeit einer der wichtigsten Abnehmer von deutschem Schweinefleisch außerhalb des EU-Binnenmarktes und reagiert auf die Feststellung von ASP-Infektionen in der Regel mit Handelsbeschränkungen.