ASP: Zaun an der Grenze und intensivere Bejagung

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Die Anzahl der mit dem Erreger der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizierten Wildschweine ist bis Redaktionsschluss (Dienstag, 15.00 Uhr) auf 36 angestiegen. Das geht aus der Statistik des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) hervor. Im Rahmen der Agrarministerkonferenz (AMK) im saarländischen Weiskirchen (siehe unten) gab Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner bekannt, dass ihr Ressort mit der EU-Kommission geklärt habe, dass eine Ko-Finanzierung beim Bau von Wildzäunen möglich sei. Sie sieht die Finanzierung aber grundsätzlich bei den Ländern. Bund und Länder einigten sich darauf, an der Landesgrenze zu Polen einen 1,5 m hohen und 30 cm tiefen Wildschutzzaun zu errichten. Mehrere Länder signalisierten ihre Bereitschaft, sich an der Finanzierung zu beteiligen. Die Ressortchefs stimmten ferner überein, dass in allen Ländern die Bejagung von Schwarzwild zur Seuchenprävention weiter verstärkt wird. Die Landwirtschaftsminister bekannten sich zur Praxis der Regionalisierung, die den Handel, die Schlachtung sowie die Verarbeitung von Schweinen aus Nichtrestriktionsgebieten ohne Einschränkung ermöglichen soll. Zudem wurde beschlossen, bundesweit die Maßnahmen der Tierseuchenprävention in Ställen und in Betrieben der Fleischverarbeitung strikt umzusetzen und auszuweiten. Die AMK forderte außerdem die Fleischbranche auf, solidarisch zu handeln, um Marktstörungen und damit wirtschaftliche Auswirkungen auf schweinehaltende Betriebe sowie Tierschutzprobleme zu minimieren. Die Minister halten die Schwarzwildbejagung für unabdingbar, sehen aber auf der Angebotsseite mögliche Probleme. Sie baten den Bund deshalb, unter Einbeziehung der Länder eine übergeordnete Wildbret-Vermarktungs- und Verwertungsstrategie zu entwickeln.

Während die Afrikanische Schweinepest nun auch die deutschen Landwirte in Atem hält, grassiert die Tierseuche in Polen unvermindert weiter. Die Oberste Veterinärbehörde bestätigte vergangene Woche einen neuen ASP-Fall in einem Schweinemastbetrieb. in der Wojewodschaft Masowien. Sorgen bereitete Fachleuten nicht nur die Tatsache, dass es in dieser Region bislang noch keinen Ausbruch gegeben hatte. Mit dem aktuellen Fall ist die Afrikanische Schweinepest nun auch seit Jahresbeginn bereits in 90 Schweinehaltungsbetrieben aufgetreten. Dabei mussten insgesamt rund 53 000 Hausschweine gekeult werden. AgE