Auf den Spuren der irischen Butter

Foto: Marco Hoffmann

Reisen bildet. Aus diesem Grund haben sich die Fachberater „Rind“ der Landwirtschaftskammer NRW Mitte Juni auf den Weg nach Irland gemacht. Neben dem Besuch des nationalen Milchforschungszentrums Teagasc mit seinen aktuellen Projekten stand für die Gruppe die Besichtigung verschiedener Milchviehbetriebe auf dem Programm, die im Folgenden mit ihrem auf Grünlandnutzung ausgelegten Management vorgestellt werden.

Der Betrieb von William Heffernan liegt in Coolcullen, in der Grafschaft Kilkenny, etwa 85 km südwestlich von Dublin. Heffernan hält derzeit rund 530 Milchkühe und bewirtschaftet den Betrieb zusammen mit seinen beiden Söhnen Liam und Mark. Die Milchkühe kalben, wie in Irland typisch, überwiegend saisonal. Der Schwerpunkt der Kalbungen findet im Februar und März statt und 87 % der Kälber werden innerhalb von sechs Wochen geboren. Um das zu erreichen, bedarf es einer hohen Fruchtbarkeit innerhalb der Milchviehherde. Von Mitte April bis Anfang Juni werden 86 % der Kühe und 100 % der Färsen erfolgreich besamt.

Nach zwölf Wochen nicht tragend gewordene Kühe werden am Ende der Laktation geschlachtet. Der Besamungsindex liegt bei 1,6 und die Remontierungsrate wurde mit unter 20 % angegeben. Lediglich im Zeitraum der Blockabkalbung wird die Familie Heffernan durch zwei Aushilfen unterstützt. Somit können die Kosten für Fremdarbeitskräfte mit etwa 9 000 € im Jahr gering gehalten werden.

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