Auf Stippvisite im Ministerium

Foto: Anne Weidenbörner

Mit einem fröhlichen „Hallo“ begrüßte Ministerin Ursula Heinen-Esser die zehn angereisten Landjugendlichen aus dem Rheinland und Westfalen-Lippe am vergangenen Mittwochnachmittag im Ministerium in Düsseldorf. Intensiv wurde über das Messstellennetz in NRW gesprochen. So hatte Jan Elsiepen ein Beispiel aus seiner Heimat mitgebracht: „Ich habe mal nach meiner Messstelle in Erkrath in ELWAS Web gesucht. Die letzten Daten sind da von 2015! Wie kann das sein?“ Die Ministerin freute sich über das Praxisbeispiel und versprach, der Sache auf den Grund zu gehen. Denn eins sei klar, so die Ministerin: Wenn man ordentlich arbeiten will, müsse die Grundlage stimmen. In diesem Fall also das Messstellennetz. Man werde nicht nur die vorhandenen Messstellen überprüfen, sondern auch 200 neue anlegen.

Spontan schob die Landjugend noch die Frage nach der Volksinitiative von NABU, BUND und LNU ein. Frau Heinen-Esser erläuterte, dass die Forderungen der Verbände bisher noch etwas diffus seien, man sich also bis März gedulden müsse, um Genaueres zu erfahren. Klar sei aber, dass das Ministerium den Pflanzenschutz nicht im Ordnungsrecht haben wolle. „Sonst schaffen wir doch über den Vertragsnaturschutz keine Anreize für die Landwirte mehr.“ Besser sei ein Programm, das zum Umstieg ermuntere. Als Letztes kam der Dauerbrenner Flächenverbrauch zur Sprache. Stefan Schmidt hatte auch hier ein Praxisbeispiel mitgebracht, welches die Ministerin sich gerne anhörte. Das Thema Ausgleichsflächen habe sie schon länger im Blick: Denn es gebe die Möglichkeit, eine Ausgleichsmaßnahme bis zu fünf Landkreise weiter entfernt zu machen. Dies werde in NRW leider nicht umgesetzt. Warum? Das wolle sie jetzt he­rausfinden.

Die Landjugend freut sich über das gelungene Treffen und ist gespannt auf weitere. Anne Weidenbörner