Mit Blick auf die Verhandlungen zur künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) hat der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, vor der Einführung von Vorgaben zu Sozialstandards in der Agrarförderung gewarnt. Den Landwirten drohe ein bürokratisches Monster mit einer erheblichen Mehrbelastung, ohne erkennbar positive Wirkung für die in der Landwirtschaft tätigen Personen. Angelegenheiten der sozialen Sicherung, der Tarifverträge und der Mindestlöhne fielen laut EU-Vertrag in die ausschließliche Zuständigkeit der Mitgliedstaaten. Der DBV lehne daher eine Verknüpfung der EU-Direktzahlungen mit sozialen Konditionalitätsauflagen ab. Stattdessen sollte in den nationalen Strategieplänen auf die Verbesserung der sozialen Situation der in der Landwirtschaft Tätigen eingegangen werden.