Aufruf zum Sägestreik

Foto: imago/Countrypixel

Zum „Sägestreik“ hat der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) die heimischen Waldbesitzer aufgerufen. Hintergrund ist der weite Abstand zwischen den seit Monaten rasant gestiegenen Preisen für Schnittholz und den weiterhin niedrigen Preisen, die die Waldbesitzer für den Rohstoff Holz erhalten. Die Baubranche boome und Holz sei weltweit gefragt, erklärte DFWR-Präsident Georg Schirmbeck am Freitag vergangener Woche. Dadurch sei Schnittholz „unwahrscheinlich im Wert gestiegen“. Holzprodukte seien vielfach heute doppelt so teuer wie noch vor einem Jahr. Bei den Waldbesitzern komme von der Steigerung bislang aber nichts an. Für einen Festmeter Holz erhielten sie weiterhin lediglich um die 70 €. Wie die Erfahrung zeige, sei daran auch in Verhandlungen mit den Holzhandelskonzernen wenig zu ändern, berichtete Schirmbeck. Daher müssten die Waldbesitzer nun „marktwirtschaftlich reagieren“ und das Angebot verknappen, um den Preis auf diesem Weg auf ein faires Niveau von mindestens 120 € je Festmeter nach oben zu treiben. Das sei für die Branche, die von den Folgen der zurückliegenden Dürrejahre ohnehin wirtschaftlich stark in Mitleidenschaft gezogen worden sei, auch wichtig, um die von der Gesellschaft gewollten Ökosystemleistungen des Waldes künftig weiterhin bereitstellen zu können.