Außer Spesen nichts gewesen?

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In Frankreich ist es der Insektenerzeugung bislang nicht gelungen, sich aus ihrem Nischendasein zu befreien. Obwohl die Branche erhebliche finanzielle Unterstützung vom Staat erhalten hat, ist ein wirtschaftlich tragfähiges Geschäftsmodell nicht in Sicht. Das zeigen zwei aktuelle Berichte der Beobachtungsstellen für Agrar­förderung (ObSAF) und Insektenerzeugung (ONEI). Die beiden Observatorien stellen der Branche ein ausnehmend schlechtes Zeugnis aus und fordern vorerst jegliche öffentliche Förderung auszusetzen. Laut dem Bericht haben die französischen Steuerzahler in den vergangenen zehn Jahren mindestens 284 Mio. € in die Insektenerzeugung investiert. Damit wurde jedes tatsächlich produzierte Kilogramm Insektenmehl mit rund 20 € subventioniert, was dem Fünffachen des Marktpreises entsprechen soll. Die wirtschaftlichen Aussichten für die Insektenerzeugung sind nach Einschätzung von ObSAF und ONEI zudem nicht gut. Der Markt für Futtermittel sei nur geringfügig gewachsen, Insektenmehl bleibe teurer als Fischmehl oder Soja. Im Bereich der Humanernährung fehle es an Akzeptanz, während der Heimtierfuttermarkt lediglich eine kleine Nische darstelle. Nicht gerecht geworden sei die Insektenerzeugung außerdem ihren Nachhaltigkeitsversprechen.

 

AgE