Die angeschlagene BayWa AG hat sich mit ihren wesentlichen Finanzierern auf ein Eckpunktepapier für die Sanierung des Unternehmens bis 2027 geeinigt. Wie der Konzern am Montag mitteilte, werden die Banken wie angekündigt frisches Geld in Höhe von rund 500 Mio. € bereitstellen. Mehr als 95 % aller Finanzgläubiger hätten sich inzwischen bereiterklärt, die Sanierungsbemühungen durch ein Stillhalten zunächst bis Dezember 2024 „konstruktiv zu begleiten“, so das Unternehmen. Damit werde ein stabiler Rahmen für die finale Ausarbeitung und Vereinbarung der langfristigen Sanierungslösung geschaffen. Das finale Sanierungskonzept wird laut BayWa für Dezember 2024 erwartet.
Der BayWa zufolge ist das Finanzierungspaket Ergebnis intensiver, wochenlanger Verhandlungen mit den rund 300 Gläubigern. Klares Ziel sei es, eine Lösung im Konsens zu finden und dabei alle Finanzgläubiger gleich zu behandeln. Einige wenige hätten dem Stillhalteabkommen bisher nicht zugestimmt, hießt e s bei dem Handelsunternehmen. Aus Gründen der Gleichbehandlung aller Finanzgläubiger werde es trotz ausreichend verfügbarer Liquidität und Durchfinanzierung zukünftig keine isolierten Rückzahlungen einzelner Finanzverbindlichkeiten geben, stellte der Agrarkonzern klar. Die BayWa hat nach eigenen Angaben aufgrund der Unterstützung durch nahezu alle Finanzgläubiger die Möglichkeit, die geplante Sanierung gegebenenfalls auch gegen den Widerstand einiger weniger Finanzgläubiger umzusetzen. Auf das Gesamtfinanzierungspaket und den Fortgang der operativen Sanierung werde dies keinen Einfluss haben.
AgE