Baubeginn eines Milchviehstalls in Haus Riswick

Foto: Landwirtschaftskammer NRW

Am Versuchs- und Bildungszentrum Landwirtschaft Haus Riswick der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Kleve hat der Bau eines neuen Versuchs-Milchviehstalls begonnen. Der Fokus bei diesem Stall liegt auf den Wechselbeziehungen zwischen Tierwohl und Umweltschutz in der Milchkuhhaltung. Ziel ist es, Stallböden in Bezug auf Ammoniakemissionen und Tierwohlindikatoren zu untersuchen.

Emissionen von Ammoniak aus den Ställen entstehen hauptsächlich durch die von den Exkrementen der Tiere verschmutzten Stallböden. Gleichzeitig dient der Stallboden den Tieren als Lauffläche und soll einen rutschfesten und sicheren Tritt bieten. Das Aktivitätsverhalten und die Klauengesundheit sind von der Bodengestaltung abhängig.

In dem neuen Stall werden vier Gruppen zu je 24 Kühen im Liegeboxen-System und eine Gruppe mit 24 Kühen auf Stroh untergebracht. Der Versuchsstall wird modular aufgebaut, sodass zukünftige Anpassungen in der Bodengestaltung und den Aufstallungssystemen für weiterführende Versuche möglich sind. Gleichzeitig soll der Stall an dem Versuchsstandort in Kleve eine wichtige Demonstrationsaufgabe erfüllen, da viele investitionsinteressierte Landwirtinnen und Landwirte Haus Riswick aufsuchen, um beispielhafte Neu- und Umbaulösungen zu besichtigen und mit den Expertinnen und Experten zu diskutieren.

Das Projekt wird von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung gefördert. Zusammen mit den Kooperationspartnern Universität Bonn und Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover sollen die drei Faktoren wenig Emissionen, hoher Laufkomfort und langlebige Kühe in einem anschließenden dreijährigen Forschungsprojekt bearbeitet werden. In den drei Versuchsjahren werden verschiedene Böden und Bewirtschaftungsformen auf ihre Emissionswirkung hin beziehungsweise hinsichtlich des Tierverhaltens untersucht.

Landwirtschaftskammer NRW