Johannes Röring, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), hat auf der Sitzung des Landesverbandsausschusses am Dienstag dieser Woche angekündigt, sein Amt Anfang 2020 zur Verfügung zu stellen. Seit 2012 fungiert er als Präsident der Interessenvertretung der Landwirte in Westfalen-Lippe. Im März 2020 soll bei der Verbandsauschusssitzung sein Ehrenamt neu besetzt werden. „Nach intensiver Diskussion in der letzten Klausurtagung mit den Kreisvorständen und in Beratung mit meiner Familie und Bekannten, habe ich mich dazu entschieden, im Frühjahr 2020 von meinem Amt zurückzutreten“, sagte der 60-jährige Röring in einer Pressemitteilung. Röring hat einen Ackerbaubetrieb mit Schweinemast und Biogaserzeugung in Vreden im Kreis Borken, der inzwischen von seinem Sohn Christian bewirtschaftet wird.
Ende April stand der CDU-Bundestagsabgeordnete Röring im Fokus der ARD-Sendung „Gekaufte Agrarpolitik – wie Industrie und Agrarlobby durchregieren“. Jetzt hatte er zwei Nebenjobs vergessen beim Bundestagspräsidium anzugeben. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung (SZ) hat das Bundestagspräsidium offiziell einen Verstoß Rörings gegen Verhaltensregeln des Bundestags festgestellt. „Trotz Ermahnung habe er Nebeneinkünfte aus der Agrarbranche nicht rechtzeitig angegeben“, hieß es in der SZ. Dabei ging es um die Tätigkeiten bei der Landwirtschaftsverlag GmbH und der Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG in Hamburg. ah