Beate Löbach-Neff berichtet von ihren Erfahrungen mit Videokonferenzen

Foto: Dr. Elisabeth Legge

Videokonferenzen – damit wird derzeit auch manche Landfrau konfrontiert. Auch Beate Löbach-Neff, Vizepräsidentin des Rheinischen LandFrauenverbandes (RhLV), ergeht es so. Die Landfrau aus Siegburg-Schneffelrath hat am 19. November an der Mitgliederversammlung des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) teilgenommen. „Und zwar nicht wie sonst direkt vor Ort, sondern von zu Hause aus“, erzählt die 57-Jährige. Denn zu Corona-Zeiten fand auch diese bundesweite Versammlung digital statt – ein Novum für den dlv. Für Beate Löbach-Neff war es nicht die erste Videokonferenz, aber die „aufregendste“, meint sie. „Ich war schon ein bisschen im Stress, aber es hat hervorragend funktioniert“, betont die RhLV-Vizepräsidentin, die auch Vorsitzende des Landfrauenkreisverbandes Rhein-Sieg-Kreis ist.

Beate Löbach-Neff war eine von über 80 Teilnehmerinnen der digitalen dlv-Mitgliederversammlung. „Ich war dabei echt gefordert. Gleichzeitig galt es, drei Geräte zu bedienen“, erzählt die RhLV-Vizepräsidentin. Zum einen den PC für die Zoom-Videokonferenz der Mitgliederversammlung und ein Tablet für die Abstimmung. Mehrere Beschlüsse waren erforderlich und darüber musste abgestimmt werden. Die Abstimmung habe über VotesUP stattgefunden, erzählt die Landfrau und ergänzt: „Auch das hat pro­blemlos geklappt. Ich war begeistert und fasziniert. Hatte ich ehrlich gesagt nicht erwartet.“ Und parallel zu PC und Tablett hat Beate Löbach-Neff auch noch das Handy während der Mitgliederversammlung genutzt, um mit „ihrer“ Präsidentin, RhLV-Präsidentin Jutta Kuhles, zu korrespondieren, wie sie sagt. „Im Nachhinein habe ich dann aber auch festgestellt, dass ich bei der Zoom-Konferenz im Chat auch mit einzelnen Personen kommunizieren kann“, räumt sie ein. Wichtig ist ihrer Meinung nach, dass die Teilnehmer an digitalen Konferenzen im Vorfeld gut vorbereitet sind. So hatte der dlv bereits zwei Tage vor der Mitgliederversammlung vorab die Möglichkeit zum Üben und Sichvertrautmachen geboten. „Schließlich gab es einiges zu beachten, wie richtig angezeigter Name oder Landesverband. Denn die Versammlung und Abstimmung sollten ja zügig über die Bühne gehen“, meint Beate Löbach-Neff.

Und auch genügend Pausen hatte der dlv eingeplant. „Gerade bei digitalen Konferenzen müssen mehrere kurze Pausen stattfinden. Lange Zeit vor dem PC oder dem Tablet zu sitzen, hoch konzentriert zu sein, das ermüdet einfach“, räumt Beate Löbach-Neff ein. Ihr Fazit zur ersten digitalen dlv-Mitgliederversammlung jedenfalls fällt positiv aus. „Natürlich ist es nicht das, was uns Landfrauen ausmacht. Wir lieben persönliche Begegnungen und den Austausch bei gemeinsamen Treffen. Aber solche Videokonferenzen sind gerade jetzt im Moment eine gute Alternative, um mitei­nan­der zu kommunizieren. Wir müssen diese Chance nutzen, Digitalisierung geht nun auch in unserem Verband mit unerwartet großen Schritten voran. Eine Herausforderung ist es jetzt, möglichst viele mitzunehmen. Das wird uns gemeinsam gelingen“, ist die Landfrau überzeugt.

Telefon- und Videokonferenzen des RhLV-Präsidiums sind inzwischen die Regel, ebenso der Austausch mit dem Schwesterverband in Westfalen-Lippe. Die Fachfrauenfortbildung fand als Online-Veranstaltung statt. „Es kehrt etwas Routine ein. Ich persönlich habe festgestellt, ich muss digital aufrüsten“, sagt Beate Löbach-Neff. Ein Teil ihres Kreisvorstandsteams hat bereits eine Online-Weinprobe getestet. „Es war sehr informativ und wir hatten echt viel Spaß. Daher werden wir unseren Mitgliedern im kommenden Jahr diese Online-Weinprobe anbieten. Und unser Ortsverband Lohmar hat die Mitgliederversammlung digital abgehalten. Auch das vorweihnachtliche Vorstandstreffen findet digital statt“, verrät die Landfrau und fügt hinzu: „Ich kann nur alle ermutigen, sich zu trauen, an solchen digitalen Konferenzen, Fortbildungen und Vortragsveranstaltungen teilzunehmen. Auch gilt es jetzt, einen weiteren Schritt zu wagen und solche Meetings selbst zu organisieren. Wir als Verband unterstützen unsere Frauen dabei gerne.“ el