Bedarfsgerecht versorgen

Foto: Prof. Dr. Christian Koch

Die Mutterkuhhaltung kann eine regionale Kreislaufwirtschaft und Fleischerzeugung ermöglichen, indem sie regional angebaute Futtermittel sinnvoll nutzt. Wie eine bedarfsgerechte Versorgung der Mutterkühe dafür aussieht, erklären Prof. Dr. Christian Koch und Dr. Jason Hayer vom Hofgut Neumühle.

 

Im Gegensatz zum Menschen sind unsere Wiederkäuer in der Lage, faserreiche Grobfuttermittel, wie Gras, Grassilage oder Heu, effizient zu verwerten und diese über Milchproduktion oder Fleisch dem Menschen verfügbar zu machen. Die Mutterkuhhaltung spielt dabei eine sehr wichtige Rolle, weil sie regionale Nährstoffkreisläufe schließen kann.

 

Die Mutterkuhhaltung stellt insbesondere für Mittelgebirgslagen einen sehr wichtigen Betriebszweig für die regionale Fleischerzeugung, die Grünlandnutzung und den Erhalt von Grünland dar. Gleichzeitig besteht ein breites Angebot von importiertem Rindfleisch, wobei die hohe Bedeutung der regionalen Fleischrinderhaltung hinsichtlich der beschriebenen Faktoren nicht ausreichend bekannt und wertgeschätzt ist. Durch eine regionale Mutterkuhhaltung werden pflanzliche Nährstoffe, wie Kohlenhydrate und Protein, aus Gras, Grassilage und Heu für die Fütterung der Mutterkühe und deren Nachzucht sowie Masttiere genutzt. Durch die Nutzung dieser wirtschaftseigenen Futtermittel müssen keine oder nur sehr geringe Mengen an Futtermitteln zugekauft werden.

 

Mehr in LZ 45-2025 ab S. 20.