Bedrohung „wahrscheinlich“

Foto: EU-KOM/Lukasz Kobus

Ein intensives Landwirtschaftsmodell, das auf chemischem Pflanzenschutz basiert, stellt „wahrscheinlich eine Bedrohung für die Ernährungssicherheit“ dar. Das erklärt die für den Kommissionsvorschlag zur nachhaltigen Nutzung von Pflanzenschutzmitteln (SUR) zuständige EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides in ihrer Antwort auf eine Anfrage von Abgeordneten. Dies hätten Analysen ergeben. Die Parlamentarier hatten unter anderem wissen wollen, ob die Folgen der geplanten Halbierung der Pflanzenschutzeinsatzmengen bis 2030 für die Ernährungssicherheit ausreichend untersucht worden seien. Die Kommissarin konstatiert zudem, dass über ein Jahr vor der Präsentation der SUR-Vorlage eine Folgenabschätzung im Einklang mit den Leitlinien für eine bessere Rechtsetzung erstellt worden sei. Diese sei vom Ausschuss für Regulierungskontrolle positiv beurteilt und durch Konsultationen verschiedener Interessengruppen unterstützt worden. Gegenwärtig werde auf Basis der Forderung des Agrarrates eine weitere Studie erstellt. Untersucht würden dabei die Verfügbarkeit von Alternativen zu den chemischen Pflanzenschutzmitteln sowie die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine. Im Übrigen habe die Gruppe der wissenschaftlichen Berater der EU festgestellt, dass das Lebensmittelsystem der Gemeinschaft derzeit nicht nachhaltig sei.