Beginn der Ackergrasernte in Sicht

Foto: Hubert Kivelitz

Der April zeigte sich landesweit bislang überwiegend von seiner kühlen Seite. Die Temperaturhöchstwerte am Standort Kleve lagen vom 1. bis 18. April im Mittel bei 9,6 °C, während es im selben Zeitraum letzten Jahres 7,6 °C wärmer war. An elf Nächten sanken die die Bodentemperaturen auf Tiefstwerte von bis –4,7 °C. Entsprechend verhalten, aber dennoch kontinuierlich waren die Zuwachsraten beim Ackergras (Welsches Weidelgras).

Letzte Woche lagen die TM-Erträge bei rund 49 dt/ha. Die täglichen Zuwachsraten zwischen dem 1. und dem 15. April lagen bei rund 1 dt/ha TM. Bei „wüchsigem“ Wetter sind auch tägliche Zuwachsraten von 1,5 bis 1,8 dt/ha TM möglich. Unter Berücksichtigung, dass sich die täglichen Zuwachsraten mit etwas höheren Temperaturen in dieser Woche ebenfalls leicht auf 1,2 dt/ha erhöhen, dürften die TM-Erträge in Kleve zum Ende dieser Woche bei 57 dt/ha liegen.

Aufgrund der niedrigen Temperaturen werden die Rohfasergehalte derzeit noch bei etwa 20 % liegen. Gegenüber den Vorwochen stiegen die Temperaturen seit Wochenbeginn etwas an, sie lagen aber zunächst noch deutlich unterhalb von 20 °C. In Abhängigkeit von den Witterungsbedingungen, dem Aussaattermin des Vorjahres und der Reifegruppe der Sorten ist es möglich, dass Ende dieser Woche in den günstigen Niederungslagen das erste Ackergras geerntet wird. Nicht zuletzt geht es auch darum, Bodenwasserreserven für den nachfolgenden Maisanbau nicht überzustrapazieren. Denn wirklich viel geregnet hat es auch im April bisher nicht, auch wenn die Verdunstungsraten relativ gering waren.

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