Die Milcherzeugergemeinschaft (MEG) Milch Board befragt seit Montag vergangener Woche seine Mitglieder, um wie viel Prozent sie ihre Milchproduktion, gemessen an ihrer individuellen Anlieferungsmenge des Jahres 2014/15, freiwillig zurückfahren könnten. Laut MEG sollten es mindestens 5 % und höchstens 25 % sein, wobei die Landwirte 30 Cent für jedes Kilogramm nicht abgelieferte Milch als Entschädigung erhalten sollen. Das Ergebnis der Umfrage sollte Landwirtschaftsminister Christian Schmidt noch vor dem „Milchgipfel“ übergeben werden. Der MEG-Vorstandsvorsitzende Peter Guhl erklärte, dass die Europäische Union der Branche mit dem freiwilligen Lieferverzicht ein Instrument an die Hand gegeben habe, mit dem die Überproduktion von Milch als Hauptursache der aktuellen Preiskrise an der Wurzel gepackt werden könne. „Wir wollen Schmidt mit dieser Aktion davon überzeugen, dass die Erzeuger bereit sind, Verantwortung am Markt zu übernehmen, wenn auch der Staat Verantwortung übernimmt und eine freiwillige Mengenreduzierung finanziell unterstützt“, sagte Guhl.