Die Bundesregierung tut zu wenig, um die zukünftige Lebensmittelversorgung in Deutschland zu sichern – diese Meinung vertreten zumindest 45 % der Bundesbürger. Das hat eine Online-Umfrage ergeben, die das Meinungsforschungsunternehmen Civey Anfang Mai im Auftrag der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) unter rund 2 500 Personen durchgeführt hat. Der Bundesvereinigung zufolge zeigten sich hier nur 37 % der Befragten zufrieden mit der Leistung der Bundesregierung. Drei Viertel der Deutschen hätten in den vorhergehenden Wochen beim Einkaufen erlebt, dass ein Produkt nicht mehr verfügbar gewesen sei. Außerdem hätten sich 42 % der Befragten angesichts vergriffener Produkte und Preissteigerungen Sorgen über die Versorgungssicherheit in Deutschland gemacht, und zwar besonders Gruppen mit tendenziell niedrigerem Einkommen wie Arbeitslose, Arbeiter und Menschen mit einem Hauptschulabschluss. BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff betonte, dass die Verbraucher überaus sensibel seien und mit großem Interesse die Handlungsfähigkeit der Politik verfolgten. Laut Minhoff müssen weitere, unnötige Preissteigerungen vermieden werden.