Obwohl es im Jahresverlauf zunächst so aussah, als ob die Pommes-Lagersorten witterungsbedingt einen schlechten Ertrag bringen würden, profitierten besonders die späten Sorten von den Septemberniederschlägen und legten deutlich zu. Stellenweise wurden sehr gute Erträge eingefahren und die Qualitäten stimmten ebenfalls. Peter Lövenich, Landwirtschaftskammer NRW, berichtet, wie die einzelnen Sorten abschnitten und was beachtet werden sollte.
Für die Ernte 2023 werden historisch gute Vertragskonditionen angeboten, sodass die Stimmung derzeit als sehr positiv bezeichnet werden kann. In den letzten Jahren ist die Kartoffelanbaufläche in NRW konstant geblieben oder leicht gestiegen. Allerdings verschieben sich die Mengen innerhalb der Segmente deutlich, weg von der Speisekartoffel hin zu Verarbeitungsware.
Verantwortlich dafür ist weniger die Inlandsnachfrage, sondern der enorme Hunger der westeuropäischen Verarbeiter nach Rohstoff für die Pommes-Produktion. Diese geht sehr stark in den Export, da NRW mit den hafennahen Verarbeitungsstätten in Belgien und den Niederlanden deutlich Frachtvorteile gegenüber der Konkurrenz in Nordamerika hat. Um diese Mehrmengen sicherzustellen, werden verstärkt Anbauer in Deutschland gesucht. Sicherlich haben auch die guten Preise in Pommes-Segment in Verbindung mit den regional guten Nettoerträgen diese Stimmung gehoben.
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