Bestnoten für fast alle Ergänzungsfutter im Test

Foto: Maria Forstreuter-Wick

Im Zeitraum von Januar bis März 2024 wurden in Nordrhein-Westfalen insgesamt acht Ergänzungsfutter für Schweine beprobt, untersucht und bewertet. Die Futter­proben stammten von vier Mischfutterwerken. Im Einzelnen handelte es sich um vier Ergänzungsfutter für Mastschweine und je zwei Ergänzungsfutter für Zuchtsauen und für Ferkel.

 

Analyse: Das ist drin

 

Die deklarierten Rohproteingehalte bei den Mastergänzern lagen bei 23 bis 38 % Rohprotein, die Lysingehalte bei 2,8 bis 3,9 % sowie die Methioningehalte bei 0,7 bis 1,14 %.

 

Die Ergänzungsfutter für Zuchtsauen wiesen laut Deklaration Rohproteingehalte von 20,3 und 25 %, Lysingehalte von 1,2 und 2 % sowie Methioningehalte von 0,35 und 0,51 % auf.

 

In den zwei Ergänzungsfuttern für Ferkel lagen die Gehalte laut Deklaration bei 31,5 und 34,5 % Rohprotein, 3,3 und 3,4 % Lysin sowie 0,95 und 1,04 % Methionin.

 

Nur für eines der untersuchten Ergänzungsfutter lag ein deklarierter Energiegehalt vor. Diese Angabe vereinfacht es dem Landwirt, einen gezielten Futtereinsatz über die Berechnung des Energiegehalts für die Futtermischung respektive eine genaue Futterzu­teilung auf Basis einer betriebs- und leistungsbezogenen Futterkurve zu erreichen.

 

Die deklarierten Calcium- und Phosphorgehalte aller Ergänzer schwankten aufgrund der unterschiedlichen Einsatzbereiche und Mischungsanteile von 1,8 bis 3 % Calcium und von 0,55 bis 1 % Phosphor.

 

Alle Ergänzer erhielten mikrobiell hergestellte Phytase. Dieser Zusatz dient der besseren Verwertung des pflanzlich gebundenen Phosphors. Zudem er­möglicht er ein geringeres Brutto-Phosphor-Angebot und niedrigere Brutto-­Cal­ciumgehalte, weil eine höhere ­Ver­daulichkeit des Phytin-Phosphors eine geringere Phosphor-Ergänzung aus anorganischen Quellen gestattet.

 

Ein abweichender Befund

 

Bei der Überprüfung der Deklara­tionen nach futtermittelrechtlichen Vorgaben durch Laboranalysen wurde nur bei dem Mast-Ergänzer Combi-­Soja-Mineral von Schräder Ochtrup ein niedrigerer Rohproteingehalt von 31,9 statt ausgewiesenen 36 % er­mittelt. Bei allen anderen Ergänzern wurden die wichtigsten Nährstoffe bestätigt.

 

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