Bevölkerung hält Rückstände für illegal

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Wie der Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), Prof. Andreas Hensel, feststellte, halten zwei Drittel der Menschen laut Erhebungen seines Hauses das Vorkommen entsprechender Stoffe in Nahrungsmitteln für illegal. Laut einer Erhebung des BfR zählen Antibiotikaresistenzen, Pflanzenschutzmittelrückstände, Mikroplastik und Glyphosat zu den Themen, die die Verbraucher hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit am meisten beunruhigen. „Diese Aspekte haben mit der Gefährdung der Bevölkerung aber nichts zu tun“, stellte Hensel klar. Ernst zu nehmen seien dagegen die häusliche Hygiene oder Campylobacter-Bakterien in Lebensmitteln, die durch mangelnde Küchenhygiene dorthin gelangten. Allerdings tauchten diese Gefahrenquellen in der öffentlichen Wahrnehmung kaum auf, obwohl jedes Jahr mehrere Hunderttausend Menschen daran erkrankten. Neben mangelndem Wissen über die staatliche Vorsorge zur Risikominimierung in der Ernährung sei auch die falsche Einschätzung akzeptabler Risiken ein Grund für den innerhalb der Gesellschaft festzustellenden Vertrauensverlust gegenüber öffentlichen Stellen, erklärte Hensel.