In einem großen Rinderbetrieb im Kreis Kleve ist das Bovine Herpesvirus (BHV1) ausgebrochen. Nach Informationen des Kreises Kleve wurden die Rinder, die infiziert waren oder unter Verdacht standen, sich angesteckt zu haben, getötet. Insgesamt handelt es sich um rund 1 100 Tiere. An vier Standorten des Rinderbetriebs war die BHV1 ausgebrochen. Die Kreisverwaltung hat Sperrmaßnahmen, Transportverbote sowie strenge Hygieneauflagen angeordnet, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Die epidemiologischen Ermittlungen dauern an. Der Kreis schätzt das Risiko für weitere Ausbrüche als „begrenzt“, aber nicht „ausgeschlossen“ ein. Alles hänge jetzt von der Einhaltung der Hygienevorschriften und Schutzmaßnahmen ab.
Parallel dazu wird die Prävention in den BHV1-Risikogebieten verstärkt. Die Tierseuchenkasse NRW unterstützt, wie die LZ bereits vergangene Woche berichtete, bei der Bekämpfung der anzeigenpflichtigen Tierseuche. In Risikogebieten mit BHV1-Ausbrüchen – das sind neben Kleve die Kreise Borken, Heinsberg, Steinfurt, Wesel, Viersen und die Städteregion Aachen – übernimmt die Tierseuchenkasse NRW zusätzlich zu den vorgeschriebenen Routineuntersuchungen die Kosten für eine freiwillige BHV1-Untersuchung pro Betrieb und Monat in staatlichen Laboren. Das heißt: Die Betriebsleiter können die Untersuchung der Tankmilchprobe einmal im Monat über die Tierseuchenkasse NRW abrechnen. Die Entnahmekosten trägt der Landwirt, Handelsuntersuchungen sind ausgeschlossen. Ziel ist, Infektionen früh zu erkennen und eine Weiterverbreitung zu verhindern.
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