Claudia und Paul-Josef Heister haben ihren Garten an der Alten Schmiede in Kleve-Donsbrüggen besonders gestaltet
Bereits im Vorgarten wird man von einer imposanten Blutbuche empfangen, die das Ehepaar zur Geburt seines Sohnes gepflanzt hatte. Auf einer Stele des Heimatvereins werden Passanten über die Alte Schmiede informiert. Kunstwerke aus rostigem Metall passen ebenso in den historischen Zusammenhang wie ein gepflastertes Wagenrad in der Hofeinfahrt.
Theodor Heister, der Großvater des heutigen Gartenbesitzers, ließ sich 1912 als Hufschmiedemeister in Kleve-Donsbrüggen nieder, baute ein Wohnhaus mit angrenzender Schmiedewerkstätte und nutzte die rund 1 300 m² Grundstück, wie es damals üblich war, zur Selbstversorgung seiner Familie. In dem Nutzgarten mit Gemüse, Kartoffeln, Spargel und Obstgehölzen liefen auch ein paar Hühner und ein Schwein wurde gefüttert. Aus dieser Zeit stammen noch ein Apfelbaum sowie eine Bergamotte-Birne, die somit über 100 Jahre alt sind und immer noch tragen.
Die sieben Kinder des Hufschmieds mussten selbstverständlich bei der Gartenarbeit und der Verarbeitung und Haltbarmachung der Ernte mithelfen. „Karfreitags wurde der Garten umgegraben; das war hier in der Gegend so“, sagt Paul-Josef Heister entschuldigend. „Da über die Jahre immer die anfallenden Hornspäne aus der Schmiede in unserem Garten verstreut worden waren, war unsere Familie mit dem Umgraben des ansonsten schweren Lehmbodens früher fertig als die Nachbarn.“
Bis in die 1950er-Jahre hinein führte Theodor Heister, gleichnamiger Sohn des Firmengründers, den Schmiedebetreib, dann wechselte er zum Heizungsbau, da Pferde im Arbeitsalltag keine Rolle mehr spielten. 1990 wurde die Schmiedewerkstatt zu einem Museum umgebaut, das noch heute auf Anfrage besichtigt werden kann. Paul-Josef Heister, Sohn des zweiten Theodors, erläutert Besuchern gerne die Werkzeuge, Geräte und Maschinen, die alle noch erhalten sind.
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