Bilanz zur Volksinitiative Artenvielfalt

Foto: Marilena Kipp

Die „Volksinitiative Artenvielfalt NRW“ der nordrhein-westfälischen Umweltverbände hat das notwendige Quorum deutlich übertroffen. Wie die Landesverbände vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) sowie die Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW (LNU) mitteilten, haben insgesamt 115 035 Bürger der Volksinitiative ihre Unterschrift gegeben; das notwendige Quorum lag bei knapp 66 000.

Die Initiatoren übergaben am Donnerstag vergangener Woche die Unterschriften an Landtagspräsident André Kuper. Der Landtag muss nun innerhalb von drei Monaten die Rechtmäßigkeit der Volksinitiative feststellen und binnen drei weiterer Monate die Forderungen abschließend behandeln. Die Initiatoren des Volksbegehrens wollen „mit diesem Rückenwind“ den „dramatischen Verlust an Pflanzen- und Tierarten als existentielle Herausforderung“ auf die Tagesordnung des Landtags setzen und konkrete Vorschläge für ein „Handlungsprogramm Artenvielfalt NRW“ vorlegen. Die Verbände sehen darin eine „Riesenchance“, den Natur- und Artenschutz in dem Bundesland umfassend in allen relevanten Handlungsfeldern der Landespolitik umzusetzen. Für die NABU-Landesvorsitzende Dr. Heide Naderer ist der Erhalt der Artenvielfalt wie auch der Klimaschutz „eine Zukunftsfrage ersten Ranges“.