Bio legt weiter zu

Foto: agrar-press

Auch 2018 ist der ökologische Landbau in Deutschland wieder gewachsen. Zum Stichtag 31. Dezember 2018 lag die ökologisch bewirtschaftete Fläche um rund 10 % (+ 150 000 ha) höher als ein Jahr zuvor und belief sich auf 1,5 Mio. ha. Die Zahl der landwirtschaftlichen Erzeugerbetriebe stieg im gleichen Zeitraum um über 2 300 auf 31 684 (+ 8 %). In Nordrhein-Westfalen wurden dagegen im selben Zeitraum knapp 100 Betriebe mehr als Biobetriebe anerkannt, wodurch die Zahl auf 2 156 angestiegen ist. Die bewirtschaftete Fläche stieg bis Ende 2018 auf 85 320 ha an. Das geht aus der aktuellen Strukturerhebung für den ökologischen Landbau hervor, die das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft veröffentlicht hat.

Ressortchefin Julia Klöckner sieht eine Ursache dieser Entwicklung in der Wirksamkeit der Förderinstrumente. Ihrer Einschätzung nach steige nicht nur die Nachfrage der Verbraucher nach Biolebensmitteln, der Wunsch von immer mehr Landwirten, ihre Wirtschaftsweise umzustellen, wachse ebenfalls. Als Grund nennt sie, dass die Umstellung „sich für die Bauernbetriebe rechnet und wir gezielt fördern und forschen“.

Die verfügbaren Fördermittel für den ökologischen Landbau belaufen sich nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums auf 30 Mio. € jährlich. Wesentliche Förderinstrumente sind Prämienzahlungen für die Umstellung auf und die Beibehaltung einer ökologischen Wirtschaftsweise, Flächenprämien in den ländlichen Entwicklungsprogrammen aus der zweiten Säule der Gemeinsamen europäischen ­Agrarpolitik (GAP), Direktzahlungen aus der ersten Säule der GAP (Basisprämie, Umverteilungsprämie, Greening-Prämie), die Befreiung von den Greening-Auflagen sowie Investitionsförderprogramme für Ökobetriebe.