Biodieselverbrauch deutlich gesunken

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Der Verbrauch von Biodiesel ist in Deutschland im ersten Halbjahr 2024 spürbar gesunken. Wie die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) unter Berufung auf das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle berichtete, wurden dem fossilen Kraftstoff in den ersten sechs Monaten insgesamt 1,185 Mio. t Biodiesel beigemischt. Das waren 7,0 % weniger als in der ersten Jahreshälfte 2023. Der Verbrauch des Dieselkraftstoffs B7 belief sich auf knapp 14,23 Mio. t und blieb damit um knapp 5 % hinter der Vorjahresmenge zurück. Vor diesem Hintergrund ergibt sich nach Recherche der Agrarmarkt Informationsgesellschaft (AMI) eine durchschnittliche Beimischung von 7,7 %. Etwas anders sah es bei Bio-Ethanol aus: Hier summierte sich der Verbrauch im Berichtshalbjahr auf 636 400 t, womit die Vergleichsmenge von 2023 um 8,3 % übertroffen wurde. Da der Einsatz von Ottokraftstoff um 0,7 % zulegte, resultierte der UFOP zufolge ein Beimischungsanteil von 7,4 %. Der Wert im ersten Halbjahr 2023 hatte 6,9 % betragen. Die UFOP geht von einem weiter rückläufigen Absatz von Biodiesel beziehungsweise HVO (Hydrotreated Vegetable Oil) aus und veranschlagt den Gesamtbedarf für 2024 auf 2,4 Mio. t. Dies würde dem Absatz von 2019 entsprechen. Damals galt eine Treibhausgas (THG)-Minderungsquotenpflicht von 4,0 %, jedoch ohne die heutigen Optionen der Doppel- und Dreifachrechnung von Biokraftstoffen aus Abfallölen sowie für die E-Mobilität. Die diesjährige THG-Quotenverpflichtung beträgt 9,35 %. Mit Verweis auf die angekündigte Novellierung des Gesetzes zur THG-Quotenverpflichtung mahnt die Förderunion eine ambitionierte Anhebung der Verpflichtung an. Da die Norm für Dieselkraftstoff die Zumischung von Biodiesel auf 7 Volumenprozent beschränke und sich der Markt für B10 über öffentliche Tankstellen nicht erschließe, müsse mit der Gesetzesänderung eine Kraftstoffstrategie entwickelt werden, die vor allem den Einsatz von Biodiesel im Schwerlastverkehr eröffne, fordert die UFOP. Andernfalls müsste deutscher Biodiesel verstärkt exportiert werden und damit würde THG-Minderungspotenzial an andere EU-Mitgliedstaaten verschenkt, warnt der Verband.