Biofassadenelemente speichern CO₂

Foto: Silvia Giardino Photography

Biobasierte Fassadenelemente aus Flachs, Bioharz und Wellpappe für Industriebauten hat die Technische Universität Chemnitz mit Industriepartnern entwickelt. Wie die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe mitteilt, besteht die praxisreife Biofassade zu 35 % aus nachwachsenden Rohstoffen. Dieser Anteil lasse sich durch den Einsatz nachwachsender Dämmstoffe noch deutlich steigern. Dafür müsse aber noch ein entsprechender Brandschutz entwickelt werden. Hinter den dreidimensional geformten, teilweise lichtdurchlässigen Elementen seien LEDs installiert, um auf der Fassade Texte, Bilder oder Videos zu animieren. Ein Prototyp der Biofassade ist auf etwa 48 m²

an der Produktionshalle eines Projektpartners montiert worden. Der CO₂-Speichereffekt von Elementen zur Fassadenverkleidung sei groß, denn die großvolumigen Produkte hätten eine Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten. Außerdem werde bei der Herstellung häufig wenig Energie verwendet. So hätten Flachsfasern einen Energiebedarf von nur 9,7 MJ/kg, während Glasfasern 55 MJ/kg benötigten und Carbonfasern sogar 130 MJ/kg.