Biogaserzeugung wächst langsamer

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Der Ausbau der deutschen Biogaserzeugung ist ins Stocken geraten. Wie der Fachverband Biogas (FvB) bei einer virtuellen Pressekonferenz berichtete, ist die Zahl der Biogasanlagen in Deutschland zwischen 2019 und 2020 lediglich um 97 auf 9 632 Betriebsstätten gestiegen. Die installierte Leistung erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 376 MW auf 5 666 MW. Der Verband stellte aber klar, dass lediglich 3 793 MW „arbeitsrelevant“ seien, was einen Rückgang um 1 MW gegenüber 2019 bedeute. FvB-Präsident Horst Seide wies bei der Vorstellung der Zahlen darauf hin, dass der Zubau an flexibler Leistung mit 381 MW vergleichsweise hoch ausgefallen sei. Für ihn ist das ein Beleg dafür, dass den Betreibern die Bedeutung von Biogas als speicherbarer regenerativer Energie für das Gelingen der Energiewende bewusst sei. Deshalb würden viele Anlagen entsprechend umgebaut. Seide konstatierte gleichwohl, dass 2020 in Summe nicht mehr Biogasstrom ins Netz eingespeist worden sei als im Vorjahr. Für das laufende Jahr prognostiziert sein Verband sogar einen leichten Rückgang. Unterdessen gab die Bundesnetzagentur bekannt, dass die Umlage im Zuge des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) für nicht privilegierte Stromkunden 2022 auf das niedrigste Niveau seit zehn Jahren sinkt. Sie beläuft sich dann auf 3,723 Cent/kWh; das ist ein Minus von 42,7 % gegenüber den 6,500 Cent/kWh, die im laufenden Jahr fällig werden.