Am 14. Mai versammelten sich auf dem Hof Alpermühle im Oberbergischen Land eine Gruppe von Landwirten, Hühnerhaltern, Vermarktern und Umstellungsinteressierten. Eingeladen hatte sie Axel Hilckmann, Landwirtschaftskammer NRW, der von der Veranstaltung berichtet.
Die gemeinsame Absicht am Umstellertag der Landwirtschaftskammer NRW: alles über die ökologische Legehennenhaltung zu erfahren und bestenfalls den Betrieb auf Bio umzustellen. Den geeigneten Rahmen dazu bot der Praktikerbetrieb von Mechthild und Andreas Klose mit ihrem Hof Alpermühle in Nümbrecht. Andreas Klose, ein Pionier der Biolegehennenhaltung und Eiervermarktung, führte durch die großzügige Packstelle und berichtete von den Anfängen der Vermarktung. So entstand aus einem ehemaligen Hühnerstall eine Reithalle, die dann 1990 zu einer Packstelle umgebaut wurde. Heute präsentiert sie sich als eine schöne und modern eingerichtete Packstelle. Pro Woche werden etwa 450 000 Eier sortiert und verarbeitet, die aus neun verschiedenen Ställen kommen. Dem Betriebsleiter ist die Gesundheit der Mitarbeiter sehr wichtig. So ist vieles automatisiert – nichts wird mehr gehoben oder getragen.
Besonders beeindruckte die ausgeklügelte Technik, wie die erst 2019 angeschaffte Eiersortieranlage Moba 2 500 mit einer Kapazität von 30 000 Eiern in der Stunde und acht automatischen Verpackungsbahnen, um bei der Eiersortierung möglichst flexibel zu sein. Hinzu kommt die genau geplante Tourenplanung – vom Eierabholen beim Landwirt bis hin zu den Touren zu den Kunden. In jedem Fahrzeug befindet sich ein Tracker, der jederzeit genau den Standort der Fahrzeuge mitteilt. Die Packstelle arbeitet mit verschiedenen langjährigen Bio-Eierlieferanten zusammen.
Mehr in LZ 21-2025 ab S. 32.