Bitkom fordert besseren Zugang zu Geodaten

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Der Digitalverband Bitkom fordert einen „One-Stop-Shop“ für landwirtschaftliche Geodaten. In einem Positionspapier plädiert er für eine einheitliche, leicht zugängliche und rechtlich sichere Geodateninfrastruktur, welche die Landwirtschaft entbürokratisieren und zugleich produktiver und nachhaltiger machen soll. Aktuell ist es laut Bitkom ein Problem, dass viele von der öffentlichen Hand bereitgestellte Daten über verschiedene Online-Portale verteilt und oft unterschiedlich aufbereitet angeboten würden. Mangelnde Datenintegration, fehlende standardisierte Schnittstellen und rechtliche Unsicherheiten würden es Landwirten, Verwaltungen und digitalen Anbietern schwer machen, die Daten effektiv zu nutzen. Auch damit künstliche Intelligenz und andere digitale Hilfsmittel ihr volles Potenzial für die Branche entfalten könnten, sei eine klare, strukturierte Aufbereitung der Geodaten unerlässlich.

 

Für den vorgeschlagenen One-Stop-Shop für Geodaten ist Bitkom zufolge außerdem die Bereitstellung von Veränderungshistorien der Referenzdaten wichtig, sodass Landwirte nicht mehr gezwungen sind, genutzte Daten selbst zu archivieren, um ihre Entscheidungen später rechtfertigen zu können. Darüber hinaus sei ein digitales Korrekturverfahren für Referenzdaten unter Beteiligung der Landwirte nötig, da die Referenzdaten oftmals auf geringer aufgelösten Luftbildern basierten. Messungen mit hochgenauen Verfahren ergäben Abweichungen, die sich teilweise monetär für die Betriebe auswirkten. Bisher würden Landwirten keine Möglichkeit zur Verfügung stehen, diese Abweichungen im laufenden Antragsjahr zu ihren Gunsten zu korrigieren. Eine höhere Datenqualität käme dem Digitalverband zufolge allen Beteiligten zugute.