Blauzungenkrankheit verbreitet sich

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In Frankreich und Italien breitet sich derzeit die Blauzungenkrankheit (BT) verstärkt aus. Wie aus den jüngsten Zahlen des Pariser Landwirtschaftsministeriums hervorgeht, ist in Frankreich vor allem der Serotyp 3 (BTV-3) auf dem Vormarsch. Zwischen dem 1. Juni und dem 14. August wurden landesweit 2 898 Ausbrüche dieses Serotyps registriert. Damit hat sich die Anzahl innerhalb der vergangenen zwei Wochen mehr als verdoppelt. Brennpunkt des Seuchengeschehens ist immer noch die Bretagne, allerdings wird die Lücke zum kleineren Verbreitungsschwerpunkt in den Regionen an der Schweizer Grenze zunehmend geschlossen und BTV-3 breitet sich in der Fläche aus.

 

Langsamer verläuft der Vormarsch des Serotyps 8 (BTV-8). Den offiziellen Zahlen zufolge waren zum 14. August insgesamt 1 686 Nachweise bekannt; zwei Wochen zuvor waren es 1 060 gewesen. Verbreitungsschwerpunkte sind noch immer das bretonische Département Morbihan sowie das an der spanischen Grenze gelegene Département Pyrénées-Atlantiques.

 

Auch in Italien ist die Blauzungenkrankheit offenbar auf dem Vormarsch. Wie der Verband der größeren Betriebe (Confagricoltura) berichtete, gab es in den beiden vorangegangenen Monaten einen plötzlichen Anstieg der Ausbrüche. Das Virus verbreite sich so schnell, dass in den kommenden Wochen mit einer „Epidemie“ gerechnet werden müsse, warnte Confagricoltura. Der Staat müsse koordinierte Gegenmaßnahmen ergreifen, um eine weitere Verbreitung zu unterbinden. Gebraucht werde unter anderem ein staatlicher Entschädigungsfonds. Nach Angaben des Verbandes gab es in Italien seit Jahresbeginn über 760 Ausbrüche, mehr als 600 davon wurden im Juni und im Juli registriert. Betroffen sind laut Confagricoltura Herden mit insgesamt 160 000 Tieren, vorwiegend Schafe. Konzentrieren soll sich das Seuchengeschehen auf Regionen in der Mitte des Landes.

 

AgE