Bodenleben in Gefahr

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Der Rückgang der Biodiversität betrifft auch die Lebewesen im Boden. Das geht aus dem ersten Report zur biologischen Vielfalt in landwirtschaftlich genutzten Böden hervor, den das Bundesamt für Naturschutz (BfN) am Montag vergangener Woche vorgelegt hat. Demnach werden auch die in den bundesweiten Roten Listen geführten Bodenorganismen immer seltener. „Sollten Arten in unseren Böden aussterben, die uns teilweise noch gar nicht bekannt sind, so sind die Folgen für die Ökosysteme, aber auch für die Landwirtschaft in ihrer Tragweite noch gar nicht abzusehen“, erklärte BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. Der Schutz des Bodenlebens müsse stärker in den Blick genommen werden. Nach Angaben des BfN beeinträchtigt die heute „auf großer Fläche dominierende intensive Landwirtschaft“ den Lebensraum Boden erheblich und versuche, den damit einhergehenden Verlust natürlicher Prozesse teils durch vermehrten Einsatz von Technik und Agrochemie zu kompensieren. Mineralische Düngemittel, synthetische Pflanzenschutzmittel und weitere Stoffeinträge reicherten sich im Boden an und schädigten die dort lebenden und wirkenden Organismen. Der ökologische und ökonomische Schaden für den Naturhaushalt und die Landwirtschaft sei „enorm“. Grundlagen für die Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit sieht das BfN in einer humuserhaltenden und -aufbauenden Bewirtschaftung, konservierenden Bodenbearbeitungsverfahren ohne schädlichen Herbizideinsatz sowie in der Anbaudiversifizierung durch breitere Fruchtfolgen, Kulturpflanzendiversität und regionale Zwischenfruchtmischungen.