Brandschutz in Ställen verbessern

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Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen will die Brandvorsorge in Schweineställen verbessern. Dazu sollen künftig die elektrischen Anlagen und Photovoltaikanlagen in Zuchtbetrieben besser kontrolliert werden. Dies sieht ein Verordnungsentwurf über die Prüfung elektrischer Anlagen in Tierhaltungsanlagen vor, der am Dienstag vergangener Woche vom Landeskabinett verabschiedet wurde. Der Entwurf wird dem Landtag zur weiteren Beratung vorgelegt. Wiederholt gab es in der Vergangenheit Nachrichten von brennenden Schweineställen mit zahlreichen verendeten Tieren. Oftmals, etwa in 35 % der Fälle, wurden technische Defekte als Auslöser für einen Brand ausgemacht. Neben der emotionalen Belastung für die Betroffenen haben die Brände auch enorme finanzielle, teils existenzbedrohende Folgen. Von 2012 bis 2018 kam es zu insgesamt 4 594 Bränden in landwirtschaftlichen Betrieben in Nordrhein-Westfalen.

In den vergangenen Monaten hat die Landesregierung in einem intensiven gemeinsamen Prozess mit der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, dem Rheinischen Landwirtschaftsverband und dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband sowie der Feuerwehr die Prüfung elektrischer Anlagen in Tierhaltungsanlagen vorbereitet. Zukünftig sollen elektrische Anlagen und Photovoltaikanlagen in und auf Gebäuden von Zuchtbetrieben mit mehr als 150 Sauen alleine oder gemischte Betriebe mit 100 Sauen, Aufzucht- oder Mastbetriebe mit mehr als 700 Plätzen einer wiederkehrenden Prüfung unterzogen werden. Für Neubauten sollen abweichende Fristen gelten, weil hier neuere Baustandards per se zum Tragen gekommen sind.

Den Landwirten liegt die Sicherheit ihrer Tiere sehr am Herzen. „Von daher ist es wichtig, dass technische Anlagen garantiert zuverlässig arbeiten und überprüft werden“, erklärte Landwirt Wilhelm Hellmanns aus Rheurdt, Vorsitzender des Schweinefachausschusses beim Rheinischen Landwirtschafts-Verband (RLV), gegenüber den Medien. ah