Gravierende Folgen hat die Corona-Pandemie für die Brauwirtschaft. Nach einer am Mittwoch vergangener Woche veröffentlichten Branchenumfrage des Deutschen Brauer-Bundes (DBB) sieht mittlerweile jede vierte Brauerei in Deutschland ihre Existenz gefährdet. Von Januar bis einschließlich März 2021 ist der Umsatz der Brauereien im Schnitt um 33 % eingebrochen. Durch den kompletten Zusammenbruch des Fassbiermarktes verzeichneten Betriebe Umsatzrückgänge von bis zu 85 %. Nur einer sehr geringen Zahl von Brauereien, die ihre Biere überwiegend oder ausschließlich über den Handel absetze, sei es gelungen, drastische Einbußen zu vermeiden. „Einbrüche dieser Dimension hat es seit Ende des Zweiten Weltkriegs in der deutschen Brauwirtschaft nicht gegeben“, erklärte DBB-Hauptgeschäftsführer Holger Eichele. Der Kollaps eines einzelnen Marktsegments wie jetzt bei Fassbier sei in der Geschichte der Brauwirtschaft bislang einmalig. „Nach fast sechs Monaten Dauerlockdown sind das Gastronomiegeschäft und Teile des Exports vollends zusammengebrochen, eine Erholung des Marktes ist nicht in Sicht, weil jede Perspektive fehlt“, so Eichele.