Braugerstenanbau unter erschwerten Bedingungen

Foto: Johannes Roeb

Obwohl bereits die ersten Mähdrescher liefen, trafen sich am 28. Juni interessierte Landwirte, Züchter und Vertreter des Handels zur Braugerstenfahrt des Vereins zur Förderung des Braugerstenbaues Voreifel. Auch diesmal führte die Rundfahrt zu den Versuchs- und Praxisflächen in der Region um Heimbach und Mechernich. Dabei wurden aktuelle Fragen zum Anbau, zur Sortenwahl und zur Vermarktung diskutiert.

Auch in diesem Jahr stand der Braugerstenanbau in der Voreifel unter besonderem Einfluss der Witterung: Wintergerste und im Herbst gesäte Bestände der Sommerbraugerste entwickelten sich vor allem aufgrund des milden Novembers sehr weit und wurden früh geerntet. Die klassische Frühlingsaussaat der Sommerbraugerste hingegen erfolgte aufgrund der hohen Niederschläge im März und April oft deutlich verspätet oder wurde, wie der leichte Rückgang der Anbauflächen zeigt, ganz ausgesetzt.

Abgesehen von den erforderlichen Anpassungen an den Klimawandel stellt sich auch vor dem Hintergrund der zunehmenden gesetzlichen Auflagen und der Herausforderungen des integrierten Pflanzenschutzes für viele Landwirte die Frage, wie sich der Braugerstenanbau in der Voreifel zukünftig am besten realisieren lässt. Die aktuell hohen Braugerstenprämien bestätigen zumindest wirtschaftlich gute Perspektiven.

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