Brüssel mahnt Deutschland

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Deutschland muss seine auf die Landwirtschaft bezogenen Anstrengungen im Umwelt- und Artenschutz verstärken. Das geht aus den länderspezifischen Empfehlungen zum Ausbau der Umwelt- und Klimapolitik hervor, die vergangene Woche von der EU-Kommission für alle Mitgliedstaaten veröffentlicht wurden. Konkret fordert die Behörde mit Blick auf den nationalen Strategieplan, den die Bundesrepublik ab 2023 im Rahmen der dann geltenden Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) umsetzen muss, vor allem Verbesserungen im Düngemanagement. Kritisch hervorgehoben wird, dass der Nitratgrenzwert von 50 mg/l im Bundesgebiet im Zeitraum zwischen 2012 und 2015 bei mehr als einem Viertel der Messstellen (konkret 28 %) überschritten worden sei. Der entsprechende Richtwert liege im EU-Durchschnitt dagegen lediglich bei 13,3 %. Auch bezüglich der Ammoniakemission aus der Tierhaltung verlangt die Kommission von Deutschland Verbesserungen. Darüber hi­naus empfehlen die Brüsseler Beamten der Bundesrepublik, das Thema Artenschutz in ihren GAP-Strategieplan aufzunehmen. In Deutschland gebe es nicht genug Flächen, auf denen sich gefährdete Vogelarten und Insekten niederlassen könnten.