Brunner und Habeck sind sich einig

Vor dem Hintergrund anhaltend niedriger Preise am Milchmarkt haben die Landwirtschaftsminister aus Bayern und Schleswig-Holstein, Helmut Brunner und Dr. Robert Habeck, ihre Forderung nach einer Verringerung der Milchmenge bekräftigt. Die Ressortchefs betonten, dass sie da­rauf schon lang gedrängt hätten. Insofern ist es aus ihrer Sicht ein „richtiges Signal“, wenn dafür jetzt erstmals EU-Mittel eingesetzt werden. Die 150 Mio. € seien „aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, stellten Brunner und Habeck am vergangenen Donnerstag anlässlich eines Besuchs des Kieler Ministers im Freistaat klar. Nach Einschätzung der beiden Agrarressortchefs ist es für die Zukunft der Landwirtschaft entscheidend, dass diese als Teil der Gesellschaft von dieser auch Akzeptanz erfährt, im Einklang mit der Natur wirtschaftet und Ressourcen schont. Zudem sprachen sich Brunner und Habeck dafür aus, die Agrarpolitik als Gesellschaftspolitik zu begreifen. Die Landwirte seien ein stabilisierender Teil des sozialen Gefüges, und die bäuerlichen Strukturen prägten den ländlichen Raum. Die Agrarpolitik müsse da­rauf zielen, diese Strukturen zu erhalten, forderten der CSU- und der Grünen-Politiker. Dafür sei es wichtig, dass nicht Masse, sondern Qualität im Vordergrund stehe, damit die Landwirte eine wirtschaftliche Perspektive hätten.