BUND fordert mehr Platz für Wildnis und Wind

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Geht es nach dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in NRW, dann hat das Bundesland genug Fläche zur Verfügung, um mehr Gebiete sich selbst beziehungsweise der Natur zu überlassen und den Windkraftausbau zu forcieren. Das geht aus Studien hervor, auf die sich die Umweltorganisation beruft. So verfüge NRW über 95 000 ha (2,8 % der Landesfläche), die für Windkraft genutzt werden könnten. Dafür sei aber die Abschaffung von pauschalen Abständen zur Wohnbebauung und zu seismologischen Stationen notwendig. Zudem sei es eine Voraussetzung, Wirtschaftsforste zur Nutzung von Windenergie zu öffnen. Essenziell sei es überdies, den pauschalen Mindestabstand zwischen Windenergieanlagen und Wohnbebauung von 1 000 m zu streichen. Die Abstandsregelung schränke die Flächenkulisse für Windenergie massiv ein. An die kommende Landesregierung richtet der BUND NRW außerdem die Forderung nach Ausweisung großflächiger Wildnisgebiete, damit sich „die Natur dort ohne direkten menschlichen Eingriff entwickeln“ könne. Solche Gebiete seien mindestens 1 000 ha groß und möglichst frei von Infrastruktur. Laut BUND sieht die Nationale Biodiversitätsstrategie vor, bis zum Jahr 2020 auf 2 % der Landesfläche Deutschlands solche von menschlicher Nutzung weitestgehend freien Flächen zu entwickeln. Aktuell seien es in NRW sogar nur 0,2 %. Recherchen zufolge sei es auch in NRW möglich, auf 2 % der Landesfläche großflächige Wildnisgebiete zu etablieren, und zwar sogar „alleine auf Flächen der öffentlichen Hand“, wie der BUND angibt.