Bundesbeauftragte will Rechte von NGOs stärken

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Die Verbesserung der tierschutzrecht-lichen Rahmenbedingungen hat sich die neue Beauftragte der Bundesregierung für Tierschutz, Ariane Désirée Kari, auf die Fahne geschrieben. Sie wolle sich dafür einsetzen, dass entsprechende Lücken sowohl bei Nutz- als auch Haustieren zeitnah geschlossen werden, sagte Kari bei einem gemeinsamen Pressetermin mit Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir zu ihrer Amtseinführung am Montag in Berlin. Zudem kündigte die bisherige Landestierschutzbeauftragte in Baden-Württemberg an, sie wolle die Rechte von im Tierschutzbereich tätigen NGOs stärken. Eine Voraussetzung dafür sei ein Verbandsklagerecht auf Bundesebene. Auch in Sachen Ausbildung sieht Kari Verbesserungspotenzial. Sie will dazu mit Universitäten in den Austausch treten. Schließlich strebt sie an, Tierschutzfragen stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern: „Mir ist wichtig, dass mehr Menschen erfahren, was tierische Bedürfnisse und Tierschutz überhaupt bedeuten.“ Dazu beitragen soll eine bessere Vernetzung von Bundesregierung, Bundestag und Verbänden.

Die Bundestierschutzbeauftragte soll einen vierköpfigen Mitarbeiterstab bekommen. Kari ist unter anderem zuständig für die Beratung des Agrarministers in tierschutzrelevanten Fragestellungen sowie bei der Mitwirkung und Weiterentwicklung des Tierschutzes auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Bürgerinnen und Bürger können sich mit Fragen zum Tierschutz an Kari wenden. Die Bundesbeauftragte soll nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums allerdings politisch und fachlich unabhängig arbeiten.