Bundesrat fordert Verbot der Anbindehaltung

Der Bundesrat fordert ein Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung von Rindern. Wie erwartet fasste die Länderkammer am vergangenen Freitag eine entsprechende Entschließung, die von Hessen eingebracht worden war. Danach soll es eine Übergangsfrist von zwölf Jahren geben, bevor das Verbot greifen soll. Nach Auffassung der Länder stellt die ganzjährige Anbindehaltung von Rindern kein tiergerechtes Haltungssystem dar. Die zwölfjährige Übergangsfrist wird mit der Notwendigkeit begründet, insbesondere kleinen, familiengeführten Betrieben ausreichend Zeit für die Umstellung einzuräumen, „um weiterhin von und mit der Tierhaltung leben zu können“. Hessens Landwirtschaftsministerin Priska Hinz begrüßte den Beschluss der Länderkammer als „wichtigen Schritt zu mehr Tierwohl in der Landwirtschaft“. Nun sei die Bundesregierung am Zug, die von den Ländern einen klaren Auftrag erhalten habe. „Haltungssysteme, in denen Tiere ständig angebunden stehen und leben müssen, sind besonders belastend und einschränkend für die betroffenen Tiere“, erklärte die Grünen-Politikerin. Benötigt werde eine klare Ausstiegsperspektive.