Um einen Überblick über die agrarpolitischen Positionen der Parteien zur Bundestagswahl zu bieten, hat der Deutsche Bauernverband (DBV) einen „AgriMeter“ eingerichtet. Dieses Online-Tool funktioniert laut DBV nach dem Prinzip des bekannten Wahl-O-Mat und ermittelt anhand von 36 Leitfragen die Übereinstimmung zwischen der individuellen Einschätzung und den Positionen der einzelnen Parteien. Die Leitfragen des DBV-AgriMeter beziehen sich sowohl auf Themen der aktuellen agrarpolitischen Debatte als auch auf die Kernanliegen des Berufsstandes zur Bundestagswahl. Wählerinnen und Wähler könnten so eine einfache agrarpolitische Positionsbestimmung vornehmen, stellte der Bauernverband vergangene Woche in einem Hinweis auf den „AgriMeter“ fest.
Gefragt wird hierbei im Einzelnen beispielsweise, ob nur noch Umweltleistungen der Landwirtschaft honoriert werden und ob die Ziele der Farm-to-Fork-Strategie vollumfänglich umgesetzt werden sollten beziehungsweise auch nach einer Renationalisierung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Ferner wird die Einstellung zu einer Kennzeichnung von Herkunfts- und Erzeugungsstandards, zum Pflanzenschutz, zur Bioenergie und zum Klimaschutz, zum Wolfsmanagement und zum Naturschutz abgefragt. Weitere Fragen beziehen sich auf das Borchert-Konzept, auf Stallumbauten, auf Ernteversicherungen, auf die Sozialversicherung, den Bodenmarkt, die EU-Mercosur-Übereinkunft sowie die neuen Züchtungsmethoden. Der Nutzer des „AgriMeter“ kann jeweils mit „Stimme zu“, mit „Egal/Ich weiß nicht“ oder „Stimme nicht zu“ antworten beziehungsweise die Fragen auch überspringen. Antworten zu einzelnen Themen, die ihm besonders wichtig sind, kann der Nutzer doppelt gewichten. Im Ergebnis werden die Übereinstimmungen mit den Wahlprogrammen der sieben derzeit im Bundestag vertretenen Parteien beziehungsweise der sechs Fraktionen, also von CDU/CSU, SPD, AfD, FDP, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen, angezeigt. Das Online-Tool ist zu finden unter www.bauernverband.de/online-agri-meter/.