Wie jedes Jahr, gilt es auch 2024 möglichst hochwertigen Corn-Cob-Mix (CCM) für die Fütterung zu gewinnen. Auffallend ist in den letzten Jahren der immer geringere Anteil an Kolben. Daher wird häufig nicht mehr von CCM, sondern von geschroteter Maiskornsilage (MKS) gesprochen. Dr. Jochen Krieg und Sybille Patzelt, Landwirtschaftskammer NRW, erklären, was beim Konservieren zu beachten ist.
Mit den Überlegungen zur Förderung reibungsloser Abläufe vom Feld bis in die Lagerstätten für MKS sollte rechtzeitig begonnen werden, um damit unter anderem die Basis für die Gewinnung einer hochwertigen MKS und einer erfolgreichen Fütterung zu legen.
Maßnahmen während der Ernte
Um insbesondere im nächsten Frühjahr und Sommer auch noch hygienisch stabile MKS einzusetzen, sind Konservierungsmittel zu empfehlen. Besonders um den Verderb nach längerer Lagerung oder bei Luftkontakt am Anschnitt zu verlangsamen, haben sich sogenannte heterofermentative Mikroorganismen bewährt, die neben Milchsäure auch einen gewissen Anteil Essigsäure bilden.
Der Futterwert von MKS für Schweine kann bereits während der Erntesaison durch gezielte Maßnahmen zur Ernte, bei der Vermahlung, der Zudosierung von Konservierungsmitteln und der Siloeinlagerung inklusive der Abdeckung erreicht werden. Ein sorgfältiges Silomanagement steigert den Hygienestatus von MKS. Das hilft auch, das Aufgasen in Leitungen zu vermeiden oder zu reduzieren. Um eine leistungs- und vitalitätsunterstützende Fütterung sicherzustellen, ist der Gehalt an schädlichen Keimen möglichst gering zu halten. Die Milchsäurebildung durch gezielt zugesetzte und natürlich auf dem Erntegut vorkommende Milchsäurebakterien ist hingegen zur stabilen Konservierung zu fördern.
In der Tabelle sind Orientierungswerte für die hygienische Beschaffenheit von CCM oder MKS aufgelistet. Um zu hohen Keimbelastungen im Fließfutter vorzubeugen, hat die Futterberatung der Landwirtschaftskammer diese Orientierungswerte im CCM für Hefen, Schimmelpilze und Bakterien, die möglichst nicht überschritten werden sollten, abgeleitet. Höhere Werte wirken sich bei Schweinen potenziell gesundheitsschädlich und leistungsmindernd aus.
Im Einzelfall sind sicherlich auch höhere Werte zu beobachten. Durch vorbeugende Maßnahmen sollte aber ein möglichst geringer Keimdruck angestrebt und gehalten werden, um die Futteraufnahme zu unterstützen und aufblähende Schweine zu vermeiden.
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