Chemie durch Mechanik ersetzen?

Foto: Christin Böckenförde

Seit dem Bekanntwerden der Reduktionsziele im Pflanzenschutz der EU fragen sich viele Landwirte, wie sie die hohen Einsparungen in Höhe von 50 % bis 2030 erreichen sollen. Zudem steht Glyphosat ab 2024 vor dem Aus. Alexander Czech, Landwirtschaftskammer NRW, stellt die Maschinen vor, mit denen die Kammer im letzten Jahr Erfahrungen zur Bodenbearbeitung als Chemieersatz gesammelt hat.

Es gibt zwei Schwerpunkte, in denen Glyphosat hauptsächlich zum Einsatz kommt: zum einen im Frühjahr, wenn winterharte Zwischenfrüchte vor einer Sommerung stehen und diese nicht mechanisch, sondern chemisch beseitigt werden sollen, und zum anderen im Spätsommer oder Herbst zur Behandlung von Flächen mit Altraps, Ausfallgetreide, zur Bekämpfung von Problemunkräutern oder vor der Aussaat auf Mulch- und Direktsaatflächen.

Die Landwirtschaftskammer NRW hat 2022 an mehreren Standorten Maschinenvorführungen veranstaltet und die Arbeitsergebnisse zusammengetragen, die LZ berichtete. Im Frühjahr ging es Anfang März auf drei Standorte im Rhein- und Münsterland. Zeitlich vor der Aussaat von Zuckerrüben und Mais wurde die Beseitigung von winterharten Zwischenfrüchten thematisiert. Im Herbst wurden die Maschinen an vier Tagen im Großraum Westfalen gegen Ausfallraps, Ausfallgetreide sowie eine Kleegraszwischenfruchtmischung eingesetzt. Das für die Hersteller vorgegebene Ziel war es, die Flächen mit möglichst wenigen Schritten zu bereinigen und einen Nachauflauf zu verhindern. Dabei sollte möglichst flach gearbeitet werden, um im Grunde Glyphosat zu ersetzen.

Mehr in LZ 02-2023 ab S. 18