COPA warnt vor historischer Krise

Vor einer historischen Krise auf den Agrarmärkten haben die EU-Ausschüsse der Bauernverbände (COPA) und ländlichen Genossenschaften (COGECA) gewarnt und gleichzeitig an die EU-Institutionen appelliert, unmittelbare Lösungen zur Überwindung der Krise zu finden. „Die von der EU zur Linderung der Lage verabschiedeten Maßnahmen haben nur ­wenig Wirkung gezeigt. Die Marktlage insbesondere für Rindfleisch, Schweinefleisch und Milch verschlechtert sich fortlaufend und wird durch das russische Einfuhrverbot für Agrarprodukte aus der EU noch verschärft“, sagte ­COPA-Präsident Martin Merrild am vergangenen Freitag in Brüssel. Es sei nicht hinnehmbar, dass die Landwirte die Zeche für eine politische Ausei­nan­dersetzung mit Moskau zahlten. „Wieder Zugang zum russischen Markt zu erlangen, hat Priorität“, betonte Merrild. Die Landwirte und die landwirtschaftlichen Genossenschaften seien heute auch stärker den Marktkräften ausgesetzt und benötigten einen besseren Zugang zu Marktdaten, damit sie effizienter vorausplanen und sich gegen Risiken absichern könnten. „Was die Sache noch schlimmer macht, ist, dass die EU-Kommission den Binnenmarkt für Importe aus dem lateinamerikanischen Handelsblock Mercosur öffnen will“, kritisierte der COPA-Präsident. Das hätte katastrophale Auswirkungen auf die ­Agrarmärkte der EU und insbesondere auf den Rindfleischsektor.