Corona fordert auch Kammer

Foto: Landwirtschaftskammer NRW/Dr. Elisabeth Legge

Es war eine Premiere und eine gelungene obendrein. Die Hauptversammlung der Landwirtschaftskammer NRW am Freitag vergangener Woche fand in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie erstmals digital statt. Und sie lief pro­blemlos ab. Selbst die erforderlichen Abstimmungen und Wahlen per digitalem Voting gingen ohne Pannen über die Bühne und es konnte auch diskutiert werden. Kammerpräsident Karl Werring jedenfalls zeigte sich zum Abschluss der Hauptversammlung zufrieden: „Gerade vor dem Hintergrund der noch weiter steigenden Infektionszahlen war es die richtige Entscheidung, die Hauptversammlung digital durchzuführen. Ich freue mich, dass es so gut funktioniert hat. Allen Verantwortlichen mein herzliches Dankeschön dafür.“

Mit Dank und Lob sparte auch NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser in ihrem Grußwort nicht. Die Ministerin, die der digitalen Hauptversammlung zugeschaltet war, bedankte sich bei den Landwirten für die verlässliche Bereitstellung von Lebensmitteln. „Ich glaube, wir haben in den vergangenen neun Monaten deutlich gemerkt, was wir an der Landwirtschaft in NRW und in Deutschland haben“, betonte Heinen-Esser. Und die Ministerin lobte auch die Arbeit der Landwirtschaftskammer. Sie wies da­rauf hin, dass sie mit dem NRW-Finanzminister Gespräche geführt habe, um die Handlungsfähigkeit der Landwirtschaftskammer sicherzustellen. Es gebe viele Vorhaben, die das Ministerium gemeinsam mit der Kammer durchführen wolle, wie das Monitoring im Düngerecht, die Ausweitung des Öko-Landbaus, die Ausweitung der Biodiversitäts- und der Herdenschutzberatung in puncto Wolf. „Wir können nur hoffen, dass der Landtag in der kommenden Woche all dies tatsächlich beschließt“, so die CDU-Politikerin.

Mehr in LZ 51-2020 ab Seite 14.