Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) geht nicht davon aus, dass die in Deutschland üblichen Nutz- und Haustiere das Coronavirus auf den Menschen übertragen können. Nach aktuellen Studien des FLI sind landwirtschaftliche Nutztiere wie Schweine und Hühner nicht infizierbar. Bei einzelnen Tierarten wie Rindern sei bereits bei Untersuchungen im August lediglich eine minimale Virusvermehrung beobachtet worden, die auch nicht an Kontakttiere weitergegeben worden seien. Nach Einschätzung des Instituts geht von diesen Tieren daher keine Gefahr der Übertragung des Virus Sars-CoV-2 auf den Menschen aus. Eine Infektion von Menschen durch erkrankte Nerze ist laut FLI hingegen möglich. Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit weist allerdings darauf hin, dass die kommerzielle Haltung von Nerzen in Deutschland – anders als in Dänemark – keine Rolle mehr spiele. Die dänische Regierung hat aufgrund neuer Funde einer mutierten Variante des Coronavirus am Mittwoch vergangener Woche die Tötung des gesamten Nerzbestandes angeordnet. Betroffen sind mindestens 900 Betriebe mit insgesamt 17 Mio. Tieren. Laut FLI ist die Situation bei Haustieren wie Katzen, Hunden und gehaltenen Nerzen differenzierter: Hier seien SARS-CoV-2-Infektionen in Tieren nachgewiesen und auch experimentell untersucht worden. Dem FLI zufolge liegen bisher jedoch keine Hinweise vor, dass sich Menschen bei Hunden oder Katzen mit SARS-CoV-2 infiziert haben. Das Bundeslandwirtschaftsministerium wies am Montag zudem Behauptungen chinesischer Stellen zurück, wonach ein aus Deutschland importiertes Schweinefleischerzeugnis Grund für einen Coronafall in China sein soll. Nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sind bislang keine Infektionen mit Sars-CoV-2 über den Verzehr oder Kontakt mit Fleischwaren bekannt.