Dänemark macht ernst

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Anfang der Woche hat Dänemark begonnen, entlang der Grenze zu Schleswig-Holstein einen Grenzzaun zu errichten. Am Montag setzten Bautrupps bei Padborg (Pattburg), rund 15 km westlich von Flensburg, die ersten Pfosten. Der Zaun soll Wildschweine davon abhalten, nach Dänemark einzuwandern. Damit will die Regierung der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) vorbeugen und so dänische Schweinehalter und Schlachtwirtschaft vor den wirtschaftlichen Folgen schützen. Die Umsätze der Branche belaufen sich nach Angaben des Kopenhagener Landwirtschaftsministeriums auf umgerechnet 4 Mrd. €. Dänemark hatte im vergangenen Jahr den Beschluss zum Bau des Zaunes gefasst, nachdem ASP-Ausbrüche in Polen und Tschechien vermeldet wurden. Umweltorganisationen kritisierten dies heftig. Der Zaun würde nicht nur das natürliche Wanderungsverhalten anderer wild lebender Tierarten behindern, er verstoße außerdem auch gegen EU-Vorschriften zum Naturschutz. Außer dem Zaun erließ Dänemark weitere Maßnahmen zum Schutz vor der ASP.               ds