Dänemark: Neue Auflagen kosten bis zu 27 Mio. €

Die dänische Regierung hat den Stickstoffeinsatz in der Landwirtschaft weiter begrenzt und stößt damit im Berufsstand auf heftige Kritik.

In der vergangenen Woche hat das Kabinett in Kopenhagen beschlossen, die Düngeobergrenzen insbesondere auf Humusböden in der praktischen Umsetzung erneut abzusenken, da der im Wirtschaftsdünger enthaltene Stickstoff in der Bilanzierung künftig stärker gewichtet wird. Dies läuft letztlich auf eine Kürzung der zulässigen Menge an mineralischem Dünger hinaus. Die neuen Regelungen sollen bereits ab August gelten. Das Ziel ist laut Regierung eine höhere Effizienz bei der Nährstoffverwertung auf dem Acker und damit eine signifikante Absenkung des Stickstoffaustrags in die Umwelt. Der Vorsitzende des Dachverbandes der dänischen Land- und Ernährungswirtschaft (L&F), Martin Merrild, nannte es „unvernünftig“, eine Verordnung mit derart starken Auswirkungen mit einem Vorlauf von gerade einmal zwei Monaten zu beschließen. Die Kürzung sei für die Landwirtschaft keine Kleinigkeit und werde den Berufsstand wegen der absehbaren Ertrags- und Qualitätsverluste voraussichtlich bis zu 27 Mio. € pro Jahr kosten.